Heimisches Superfood

Die Ribisel – Kleine Beeren, große Wirkung

Die Ribisel zählt wie die Stachelbeere zu den Stachelbeergewächsen. Hierzulande gibt es bis zu 50ig verschiedene Sorten, die sich unterschiedlich im Geschmack und in der Farbe verhalten. Von Weiß, über gelb bis hin zu dunkelrot und schwarz ist alles dabei. 
Bei unseren Nachbarn in Deutschland ist die Ribisel, als Johannisbeere bekannt. Wisst ihr warum sie diesen Namen hat? Dies liegt, daran, dass die kleinen Beeren rund um den „Johannistag“ reif werden und dieser ist am 24. Juni. 

Aber genug mit den alten Bedeutungen, ich schließe mal wieder den Deckel der Schatzkiste und widme mich mehr der inneren Schönheit der Beere…

Wie auch alle anderen Beerensorten, haben die Ribisel einen niedrigen Energiegehalt, nur 
33 kcal/100 g. Um den Bedarf von „5 am Tag – 3 Portionen Gemüse und 2 Portionen Obst“ zu decken, könnten wir 120 g Beeren (=1 Portion) verzehren. 

Aber der geringe Kaloriengehalt, sagt nichts über die Nährstoffe aus, denn die Ribisel hat so einiges zu bieten.
Sie sind reich an Vitamin C, Calcium, Kalium und Eisen. Die schwarzen Ribiseln liefern uns sogar 177 mg/100 g an Vitamin C, dies ist viermal so viel wie in einer Zitrone steckt. 

Hier sieht man wieder, dass man für Superfood nicht in die Ferne „greifen“ muss, denn es liegt ja vor der Haustüre.

Ein weiteres Ass der Beeren ist der hohe Ballaststoffgehalt. 100 g an schwarzen Ribiseln, enthalten 7 g Ballaststoffe, dass ist doppelt so viel wie in den Roten. Ballaststoffe regulieren unsere Verdauung, senken den Blutzuckerspiegel und tragen zu einem länger anhaltenden Sättigungsgefühl bei.

Wenn man also 1 Portion Obst, mit schwarzen Ribiseln deckt, hat man auch schon ein ¼ tl seines Tagesbedarfs an Ballaststoffen gedeckt.

Hast du schon einmal was von Anthocyanen gehört? 
Wenn es nicht so ist, ist es auch kein Problem, dies sind die schwarzen Farbpigmente in den dunkleren Ribiselsorten. Dieser bioaktive Pflanzenstoff zählt zu der Gruppe der Flavonoide, diese sind nicht nur für die Farbgebung verantwortlich, sondern haben auch eine positive Auswirkung auf die Gesundheit. Sie sagen unter anderem den freien Radikalen den Kampf an und verhindern somit Zellschäden.

Wenn du Platz in deinem Garten hast, zahlt es sich wirklich aus so ein heimisches Superfood zu pflanzen. Die Ribiseln sind ein sehr pflegearmer Strauch, du musst nur darauf achten, dass sie einen sonnigen Standort haben. Je mehr Sonne die Beeren abbekommen, desto weniger Säure enthalten sie.

Nicht jeder mag dieses süß-säuerlichen Geschmack, aber auch nicht Ribisel-Liebhaber habe ich schon mit meinem Ribiselkuchen mit Schneehaube überzeugen können. Wie sagt ein altbekanntes Sprichwort so schön: „Frisch gewagt, ist halb gewonnen.“

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